Break-Even-Point-Rechner

Finanzrechner

Bestimmen Sie, wie viele Einheiten Sie verkaufen müssen, um alle Kosten zu decken.

Finanzielle Eingaben

Miete, Gehälter, Versicherungen, Software

$

Der Preis, zu dem Sie jede Einheit verkaufen

$

Materialien, Versand, Arbeit, Provisionen

$

Was-wäre-wenn-Szenarien

Verkaufspreis anpassen$100
Fixkosten anpassen$50.000
Einheiten bis Break-Even
834
Break-Even-Point
Umsatzziel
$83.400
Deckungsbeitrag
$60.00 pro Einheit

Umsatz vs. Kosten Analyse

GesamtumsatzGesamtkostenGewinnzoneVerlustzone

Bedienungsanleitung für den Break-Even-Rechner & Deckungsbeitrags-Planer

Wirtschaftsleitfaden zur Kosten-Volumen-Gewinn-Analyse, Deckungsbeitragsrechnung und Gewinnschwellen-Ermittlung

1

Monatliche Fixkosten vollständig erfassen

Summieren Sie alle Gemeinkosten, die unabhängig von Produktions- und Absatzzahlen anfallen (Büro-/Gewerbemiete, feste Gehälter, Versicherungen, Software-Abos und Abschreibungen).

2

Variable Stückkosten ermitteln

Erfassen Sie alle direkten Kosten, die für jedes einzelne hergestellte und verkaufte Produkt entstehen (Rohstoffe, Fertigungslohn, Verpackung, Versand und Zahlungsabwicklungsgebühren).

3

Verkaufspreis pro Einheit festlegen

Geben Sie den geplanten Netto-Verkaufspreis (ohne USt.) ein. Der Verkaufspreis muss zwingend über den variablen Stückkosten liegen, um einen positiven Deckungsbeitrag zu erzielen.

4

Break-Even-Absatzmenge & Mindestumsatz ablesen

Prüfen Sie die Kernkennzahlen: die exakte Stückzahl sowie den erforderlichen Mindestumsatz, bei dem alle Kosten gedeckt sind und das Betriebsergebnis genau null beträgt.

5

Gewinn- und Verlustzonen im Diagramm analysieren

Betrachten Sie das dynamische Flächendiagramm. Erkennen Sie die rote Verlustzone unterhalb der Gewinnschwelle, die grüne Gewinnzone darüber und den Schnittpunkt, an dem der Gesamtumsatz die Gesamtkosten übersteigt.

6

Was-wäre-wenn-Szenarien simulieren

Testen Sie Preisanpassungen, Einkaufsvorteile bei Rohstoffen oder Fixkostensenkungen. Beobachten Sie, wie sich die Gewinnschwelle nach links verschiebt und der Gewinnhebel wächst.

Häufig gestellte Fragen

Betriebswirtschaftliche Grundlagen zu Deckungsbeitrag, Sicherheitsmarge, Zielgewinn-Berechnung und Preiselastizität

Q:Was ist der fundamentale Unterschied zwischen Fixkosten und variablen Kosten?

Fixkosten fallen zeitraumbezogen unabhängig von der Beschäftigung oder Ausbringungsmenge an (z. B. Mieten, Grundgehälter, Versicherungsbeiträge, Leasingraten). Variable Kosten hingegen verändern sich proportional zum Produktions- und Absatzvolumen (z. B. Materialeinsatz, Akkordlöhne, Verpackungsmaterial, Frachtkosten und Transaktionsgebühren).

Q:Was ist der Deckungsbeitrag und warum ist er so entscheidend?

Der Deckungsbeitrag (Stückpreis minus variable Stückkosten) beziffert den Betrag, den jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten beisteuert. Sobald die gesamten Fixkosten getilgt sind, fließt jeder zusätzliche Euro Deckungsbeitrag zu 100 % in den operativen Reingewinn. Er ist der zentrale Maßstab für Sortiments- und Preisentscheidungen.

Q:Was bedeutet die „Sicherheitsmarge“ für die Unternehmensstabilität?

Die Sicherheitsmarge gibt an, um wie viel Prozent der aktuelle oder geplante Umsatz einbrechen darf, bevor das Unternehmen in die Verlustzone rutscht: Sicherheitsmarge = (Ist-Umsatz - Break-Even-Umsatz) / Ist-Umsatz × 100 %. Ein Puffer von 25 % signalisiert eine solide Krisenfestigkeit bei Nachfrageschwankungen.

Q:Warum erhöhen Rabatte und Preissenkungen die Gewinnschwelle überproportional?

Preissenkungen reduzieren den Deckungsbeitrag drastisch. Verkauft man ein Produkt für 100 € bei 60 € variablen Kosten (40 € Deckungsbeitrag), senkt ein Rabatt von 10 % den Preis auf 90 € und den Deckungsbeitrag auf 30 € (-25 %). Um dieselben Fixkosten zu decken, müssen nun 33 % mehr Einheiten verkauft werden.

Q:Wie berechnet man die nötige Absatzmenge für einen angestrebten Zielgewinn?

Um ein bestimmtes Gewinnziel zu erreichen, addiert man den Wunschgewinn zu den Fixkosten: Erforderliche Einheiten = (Fixkosten + Zielgewinn) / (Stückpreis - variable Stückkosten). Dadurch verwandelt sich die reine Überlebensanalyse in einen strategischen Wachstumsfahrplan.

Q:Welche Annahmen und Grenzen hat die klassische Break-Even-Analyse?

Die Standardanalyse unterstellt lineare Kosten- und Erlösverläufe: konstante Verkaufspreise (keine Mengenstaffeln), konstante variable Stückkosten (keine Rohstoffengpässe), strikt fixe Gemeinkosten im relevanten Kapazitätsbereich und dass die gesamte Produktionsmenge ohne Lageraufbau abgesetzt wird.

Deckungsbeitrag=Preis−Variable Kosten
BEPEinheiten=FixkostenDeckungsbeitrag
  • Fixkosten: Miete, Gehälter usw.
  • Variable Kosten: Materialien pro Einheit.
  • Preis: Verkaufspreis pro Einheit.

Was ist Break-Even-Point-Rechner?

Bestimmen Sie, wie viele Einheiten Sie verkaufen müssen, um alle Ihre Kosten zu decken. Der fortschrittliche Gewinnschwellen-Rechner (Break-Even-Point) ist ein essenzielles Finanzinstrument für Gründer und Controller. Durch die Verarbeitung Ihrer strukturellen Ausgaben berechnet der Algorithmus den genauen Moment, an dem Ihr Unternehmen von der Verlustzone in die Gewinnzone übertritt. Die Plattform verfügt über dynamische Was-wäre-wenn-Szenarien, mit denen Sie Verkaufspreise oder Fixkosten anpassen können, um sofort zu sehen, wie sich Preisstrategien auf das erforderliche Volumen und Ihr Umsatzziel auswirken.
Praktisches Berechnungsbeispiel (Automobilzulieferer)
Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen in Stuttgart produziert ein neues Sensormodul. Die monatlichen Fixkosten (Maschinenleasing, Gehälter, Versicherungen) betragen 50.000 €. Der Verkaufspreis pro Einheit liegt bei 100 €, während die Variablen Stückkosten (Material, Versand) 40 € betragen. Der Rechner ermittelt sofort einen Deckungsbeitrag von 60 € pro Sensor. Durch die Division der Fixkosten durch diese Marge zeigt das System, dass exakt 834 Sensoren (Gewinnschwelle in Einheiten) verkauft werden müssen, um Kostendeckung zu erreichen. Jedes weitere verkaufte Modul generiert ab diesem Punkt reinen Gewinn.
Finanzkennzahlen
Das System verknüpft dynamisch die folgenden betriebswirtschaftlichen Variablen:
FinanzmetrikMathematische FunktionPraktische Anwendung
FixkostenMiete, Gehälter, SoftwareAusgaben, die unabhängig vom Produktionsvolumen konstant bleiben.
Variable KostenRohstoffe, Versand, ProvisionenKosten, die direkt mit der Herstellung jeder zusätzlichen Einheit steigen.
DeckungsbeitragPreis − Variable KostenDer Betrag, den jeder Verkauf zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
UmsatzzielGewinnschwelle $\times$ PreisDer erforderliche Mindestumsatz, um keine Verluste zu schreiben.

Geschichte und Ursprung

Die moderne deutsche Betriebswirtschaftslehre (BWL) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich durch den Ökonomen Erich Gutenberg geprägt. In seinen Werken systematisierte er die Produktions- und Kostentheorie. Das Konzept des Deckungsbeitrags und der Gewinnschwelle wurde zum absoluten Standard in der industriellen Kostenrechnung (Direct Costing) in Deutschland. Diese strenge mathematische Kostenkontrolle ermöglichte es der deutschen Exportwirtschaft, Preise auf internationalen Märkten äußerst präzise zu kalkulieren und das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit zu stützen.