BTU & Raum Heiz- & Kühllast Rechner

Berechnen Sie die exakte Heiz- und Kühllast basierend auf 3D-Raumvolumen, Dämmung, Sonneneinstrahlung und Personenzahl. Ermittelt gewerbliche Klimageräte und Heizkörper-kW.

Baurechner
Kommerzielle BTU-Dimensionierung & Thermische Kühllastberechnung

3D-Raumabmessungen & Volumen

Meter (m)
Raumvolumen54,0 m³(1.907 ft³)
Grundfläche20,0 m²(215 sq ft)

Thermische Last-Modifikatoren

Gebäudedämmung & Isolationsstandard
Sonneneinstrahlung & Ausrichtung
Raumnutzung & Wärmequellen
2

Basis basiert auf 2 Personen (+600 BTU je Person ab der 3.)

Empfohlenes Split-Klimagerät
12.000BTU/h
≈ 3,52 kW Kälteleistung
Exakt berechnete thermische Last
9.213 BTU/h
Heizkörperleistung (ΔT 50K)
2,70 kW
Wärmepumpe / Niedertemperatur (35°C Vorlauf):
3,65 kW
Thermodynamik-Vektorsimulation5m x 4m x 2.7m
KLIMAANLAGE4m5m2.7m
Aktiver thermischer LastvektorKühlen: 12.000 BTU

Thermodynamische Lastaufteilung

Volumetrische Transmissionsbasis+9.213 BTU/h
Solarer Strahlungsgewinn+0 BTU/h
Exakt berechnete thermische Last9.213 BTU/h (2,70 kW)

Anleitung: BTU & Raum Heiz- und Kühllast-Rechner

Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Berechnung von Heiz- und Kühllast, Klimagerätedimensionierung, Heizkörpern und Wärmepumpen

1

Betriebsmodus & Einheiten wählen

Wählen Sie zwischen Kühlen (Klimaanlage) und Heizen (Heizkörper & Wärmepumpen) sowie zwischen dem metrischen (m, m³, m²) und imperialen System (ft, ft³, sq ft).

2

Raumabmessungen eingeben

Tragen Sie Raumlänge, Raumbreite und lichte Deckenhöhe ein. Das System berechnet Grundfläche und Raumvolumen zur exakten Erfassung des Luftvolumens.

3

Dämmstandard des Gebäudes wählen

Wählen Sie den Dämmwert: Schlecht (60 W/m³, Altbau/Einfachverglasung), Mittel (50 W/m³, Standard-Isolierglas) oder Ausgezeichnet (40 W/m³, Neubau/Dreifachverglasung).

4

Thermische Zusatzeinflüsse anpassen

Konfigurieren Sie Sonneneinstrahlung (-10 % Nord/Schatten bis +10 % direkte Sonne), Raumnutzung (+4.000 BTU/h bei Küchen) und Personenanzahl (+600 BTU/h ab 3 Personen).

5

Geräteleistung & Aufschlüsselung prüfen

Lesen Sie die empfohlene Split-Klimagerätegröße (z. B. 9.000, 12.000, 18.000 BTU/h), die exakte kW-Kälteleistung sowie Heizkörper- und Wärmepumpen-Werte ab.

6

3D-Simulation prüfen & Daten kopieren

Betrachten Sie die dynamische 3D-Thermodynamik-Vektorsimulation und klicken Sie auf „HVAC-Spezifikation kopieren“, um ein technisches Datenblatt zu exportieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ingenieurtechnische Antworten zu BTU/h, Kühllastberechnung, Heizkörperauslegung und Niedertemperatur-Wärmepumpen

Q:Was bedeutet BTU und wie wird BTU/h in Kilowatt (kW) umgerechnet?

BTU (British Thermal Unit) ist eine angloamerikanische Wärmeeinheit. Ein BTU entspricht der Energiemenge, die benötigt wird, um 1 Pfund Wasser um 1 °F zu erwärmen (~1.055 Joule). In der Klimatechnik gibt BTU/h die thermische Leistung pro Stunde an. 1 Kilowatt (kW) entspricht etwa 3.412,14 BTU/h; eine typische 3,5-kW-Klimaanlage entspricht somit rund 12.000 BTU/h (1 Tonne Kälteleistung).

Q:Warum ist das Raumvolumen (m³) genauer als die reine Quadratmeterzahl?

Faustformeln nach Grundfläche gehen von 2,40 m Deckenhöhe aus. Räume in Altbauten, Penthäusern oder mit Galerien haben oft 3,0 bis 4,0 m Deckenhöhe und damit 25 % bis 60 % mehr Luftmasse. Die volumetrische Berechnung erfasst die tatsächliche thermische Luftmasse und verhindert ein Unterdimensionieren von Klimageräten.

Q:Wie wirkt sich die Gebäudeisolation auf den Heiz- und Kühlbedarf aus?

Die Dämmung bestimmt den Transmissionswärmeverlust durch Wände, Decken und Fenster. Schlecht gedämmte Altbauten verlieren im Winter rasch Wärme und heizen sich im Sommer schnell auf (ca. 60 W/m³). Moderne Gebäude nach KfW/EnEV-Standards mit Dreifachverglasung benötigen lediglich ca. 40 W/m³, was Gerätegröße und Stromkosten halbiert.

Q:Welche Nachteile hat eine überdimensionierte Klimaanlage?

Eine zu große Klimaanlage kühlt den Raum zu schnell ab und schaltet sich ab, bevor die Luftfeuchtigkeit ausreichend entzogen wurde (Takten/Short-Cycling). Die Folge ist ein kalt-feuchtes, ungemütliches Raumklima sowie erhöhter Verschleiß des Kompressors. Eine exakte Auslegung gewährleistet kontinuierliche, effiziente Entfeuchtung.

Q:Wie beeinflussen Sonneneinstrahlung, Küche und Personen die Kühllast?

Große Fenster nach Süden oder Westen erzeugen hohe solare Wärmegewinne (+10 % Zuschlag). Küchengeräte (Herd, Backofen, Kühlschrank) geben spürbare Abwärme ab (+4.000 BTU/h bzw. ca. 1.170 W). Zudem gibt jeder anwesende Mensch in Ruhe ca. 175 W (~600 BTU/h) Wärme ab, was bei vielen Personen eingerechnet werden muss.

Q:Wie unterscheidet sich die Auslegung für Wärmepumpen von traditionellen Heizkörpern?

Klassische Gas- oder Ölheizungen arbeiten mit hohen Vorlauftemperaturen (z. B. 75/65 °C, ΔT 50K). Wärmepumpen arbeiten im Niedertemperaturbereich (35–45 °C) am effizientesten. Um denselben Raum zu erwärmen, müssen Wärmepumpen-Heizkörper etwa die 2- bis 2,5-fache Fläche besitzen oder durch Fußbodenheizungen ersetzt werden.

HLK- & Thermodynamische Berechnungsgleichungen
Grundlast (BTU/h): BTUbasis = V × Qdämmung × 3,412
Gesamtkühllast (BTU/h): BTUgesamt = [ BTUbasis × (1 + fsonne) ] + Qküche + Qpersonen
Heizkörper & Wärmepumpe: PkW =
BTUgesamt 3.412,14

Variablen:

  • BTUgesamt: Gesamte thermische Heiz- und Kühllast (BTU/h)
  • V: Dreidimensionales Raumvolumen (Länge × Breite × Höhe in m³)
  • Qdämmung: Spezifischer Dämmfaktor (40 W/m³ KfW/3-fach, 50 W/m³ Standard, 60 W/m³ Altbau)
  • fsonne: Sonneneinstrahlungs-Korrekturfaktor (+10% Süd/West, −10% Nord/Schatten, 0% normal)
  • Qküche: Zusätzliche Wärmelast von Küchengeräten (+4.000 BTU/h)
  • Qpersonen: Personenwärme (+600 BTU/h je weiterer Person über 2 Personen hinaus)
  • PkW: Heizleistung für Heizkörper und Wärmepumpen in Kilowatt

Was ist BTU & Raum Heiz- & Kühllast Rechner?

Berechnen Sie präzise Kühl- und Heizlasten für Räume basierend auf 3D-Volumen, Wärmedämmung, Sonneneinstrahlung und Belegung. Passt sich an handelsübliche Klimaanlagen und Heizkörper-kW an. Diese Software bewertet die thermodynamischen Eigenschaften des Raumes detailliert und liefert praxisnahe Leistungswerte. Das Thermodynamische Last-Aufschlüsselung-Panel zeigt transparent, wie sich externe und interne Faktoren auf den Energiebedarf auswirken, was eine optimale Dimensionierung der Haustechnik ermöglicht.

Praktisches Berechnungsbeispiel

Ein Energieberater in Hamburg plant den Austausch einer alten Gasheizung gegen eine moderne Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus. Er gibt die Raummaße ein und wählt den Modus für Heizung (Heizkörper & Wärmepumpen). Da das Haus noch nicht saniert ist, stellt er die Gebäudeisolationsqualität auf Schlecht. Das System berechnet sofort die notwendige Heizlast in Kilowatt, um den Wärmeverlust im Winter auszugleichen. Mit einem Klick auf HLK-Spezifikationen kopieren übernimmt er die exakten Werte in sein Sanierungskonzept.

Referenzzonen

Raumvolumen (m³)Grundfläche (m², h=2,5m)Berechnete LastEmpfohlenes KlimagerätHeizleistung
15 – 35 m³6 – 14 m²4.000 – 6.500 BTU/h7.000 BTU (2,0 kW)1,5 – 2,0 kW
35 – 55 m³14 – 22 m²6.500 – 8.800 BTU/h9.000 BTU (2,5 kW)2,0 – 2,6 kW
55 – 75 m³22 – 30 m²8.800 – 11.800 BTU/h12.000 BTU (3,5 kW)2,6 – 3,5 kW
75 – 95 m³30 – 38 m²11.800 – 14.800 BTU/h15.000 BTU (4,2 kW)3,5 – 4,3 kW
95 – 125 m³38 – 50 m²14.800 – 17.800 BTU/h18.000 BTU (5,0 kW)4,3 – 5,3 kW
125 – 170 m³50 – 68 m²17.800 – 23.800 BTU/h24.000 BTU (7,0 kW)5,3 – 7,0 kW
170 – 250 m³68 – 100 m²23.800 – 35.500 BTU/h36.000 BTU (10,5 kW)7,0 – 10,5 kW

Geschichte und Ursprung

Die Entwicklung der modernen Heiztechnik wurde in Deutschland stark durch die strengen Energieeinsparverordnungen und heute durch das Gebäudeenergiegesetz geprägt. Die präzise Berechnung der Heizlast in Kilowatt (kW) ist für deutsche Ingenieure zwingend erforderlich, um Überdimensionierungen zu vermeiden und die Effizienz von Niedertemperatur-Wärmepumpen in hochisolierten Gebäuden zu maximieren.