BTU & Raum Heiz- & Kühllast Rechner
Berechnen Sie die exakte Heiz- und Kühllast basierend auf 3D-Raumvolumen, Dämmung, Sonneneinstrahlung und Personenzahl. Ermittelt gewerbliche Klimageräte und Heizkörper-kW.
Baurechner3D-Raumabmessungen & Volumen
Meter (m)Thermische Last-Modifikatoren
Basis basiert auf 2 Personen (+600 BTU je Person ab der 3.)
Thermodynamische Lastaufteilung
Anleitung: BTU & Raum Heiz- und Kühllast-Rechner
Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur Berechnung von Heiz- und Kühllast, Klimagerätedimensionierung, Heizkörpern und Wärmepumpen
Betriebsmodus & Einheiten wählen
Wählen Sie zwischen Kühlen (Klimaanlage) und Heizen (Heizkörper & Wärmepumpen) sowie zwischen dem metrischen (m, m³, m²) und imperialen System (ft, ft³, sq ft).
Raumabmessungen eingeben
Tragen Sie Raumlänge, Raumbreite und lichte Deckenhöhe ein. Das System berechnet Grundfläche und Raumvolumen zur exakten Erfassung des Luftvolumens.
Dämmstandard des Gebäudes wählen
Wählen Sie den Dämmwert: Schlecht (60 W/m³, Altbau/Einfachverglasung), Mittel (50 W/m³, Standard-Isolierglas) oder Ausgezeichnet (40 W/m³, Neubau/Dreifachverglasung).
Thermische Zusatzeinflüsse anpassen
Konfigurieren Sie Sonneneinstrahlung (-10 % Nord/Schatten bis +10 % direkte Sonne), Raumnutzung (+4.000 BTU/h bei Küchen) und Personenanzahl (+600 BTU/h ab 3 Personen).
Geräteleistung & Aufschlüsselung prüfen
Lesen Sie die empfohlene Split-Klimagerätegröße (z. B. 9.000, 12.000, 18.000 BTU/h), die exakte kW-Kälteleistung sowie Heizkörper- und Wärmepumpen-Werte ab.
3D-Simulation prüfen & Daten kopieren
Betrachten Sie die dynamische 3D-Thermodynamik-Vektorsimulation und klicken Sie auf „HVAC-Spezifikation kopieren“, um ein technisches Datenblatt zu exportieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ingenieurtechnische Antworten zu BTU/h, Kühllastberechnung, Heizkörperauslegung und Niedertemperatur-Wärmepumpen
Q:Was bedeutet BTU und wie wird BTU/h in Kilowatt (kW) umgerechnet?
BTU (British Thermal Unit) ist eine angloamerikanische Wärmeeinheit. Ein BTU entspricht der Energiemenge, die benötigt wird, um 1 Pfund Wasser um 1 °F zu erwärmen (~1.055 Joule). In der Klimatechnik gibt BTU/h die thermische Leistung pro Stunde an. 1 Kilowatt (kW) entspricht etwa 3.412,14 BTU/h; eine typische 3,5-kW-Klimaanlage entspricht somit rund 12.000 BTU/h (1 Tonne Kälteleistung).
Q:Warum ist das Raumvolumen (m³) genauer als die reine Quadratmeterzahl?
Faustformeln nach Grundfläche gehen von 2,40 m Deckenhöhe aus. Räume in Altbauten, Penthäusern oder mit Galerien haben oft 3,0 bis 4,0 m Deckenhöhe und damit 25 % bis 60 % mehr Luftmasse. Die volumetrische Berechnung erfasst die tatsächliche thermische Luftmasse und verhindert ein Unterdimensionieren von Klimageräten.
Q:Wie wirkt sich die Gebäudeisolation auf den Heiz- und Kühlbedarf aus?
Die Dämmung bestimmt den Transmissionswärmeverlust durch Wände, Decken und Fenster. Schlecht gedämmte Altbauten verlieren im Winter rasch Wärme und heizen sich im Sommer schnell auf (ca. 60 W/m³). Moderne Gebäude nach KfW/EnEV-Standards mit Dreifachverglasung benötigen lediglich ca. 40 W/m³, was Gerätegröße und Stromkosten halbiert.
Q:Welche Nachteile hat eine überdimensionierte Klimaanlage?
Eine zu große Klimaanlage kühlt den Raum zu schnell ab und schaltet sich ab, bevor die Luftfeuchtigkeit ausreichend entzogen wurde (Takten/Short-Cycling). Die Folge ist ein kalt-feuchtes, ungemütliches Raumklima sowie erhöhter Verschleiß des Kompressors. Eine exakte Auslegung gewährleistet kontinuierliche, effiziente Entfeuchtung.
Q:Wie beeinflussen Sonneneinstrahlung, Küche und Personen die Kühllast?
Große Fenster nach Süden oder Westen erzeugen hohe solare Wärmegewinne (+10 % Zuschlag). Küchengeräte (Herd, Backofen, Kühlschrank) geben spürbare Abwärme ab (+4.000 BTU/h bzw. ca. 1.170 W). Zudem gibt jeder anwesende Mensch in Ruhe ca. 175 W (~600 BTU/h) Wärme ab, was bei vielen Personen eingerechnet werden muss.
Q:Wie unterscheidet sich die Auslegung für Wärmepumpen von traditionellen Heizkörpern?
Klassische Gas- oder Ölheizungen arbeiten mit hohen Vorlauftemperaturen (z. B. 75/65 °C, ΔT 50K). Wärmepumpen arbeiten im Niedertemperaturbereich (35–45 °C) am effizientesten. Um denselben Raum zu erwärmen, müssen Wärmepumpen-Heizkörper etwa die 2- bis 2,5-fache Fläche besitzen oder durch Fußbodenheizungen ersetzt werden.
Variablen:
- BTUgesamt: Gesamte thermische Heiz- und Kühllast (BTU/h)
- V: Dreidimensionales Raumvolumen (Länge × Breite × Höhe in m³)
- Qdämmung: Spezifischer Dämmfaktor (40 W/m³ KfW/3-fach, 50 W/m³ Standard, 60 W/m³ Altbau)
- fsonne: Sonneneinstrahlungs-Korrekturfaktor (+10% Süd/West, −10% Nord/Schatten, 0% normal)
- Qküche: Zusätzliche Wärmelast von Küchengeräten (+4.000 BTU/h)
- Qpersonen: Personenwärme (+600 BTU/h je weiterer Person über 2 Personen hinaus)
- PkW: Heizleistung für Heizkörper und Wärmepumpen in Kilowatt