Pflaster-, Sand- & Schotterrechner

Berechnen Sie Pflastersteine, Bettungssand, Schottertragschicht und Bodenaushub. Mit Verkehrsbelastungs-Einraster (Terrasse vs. Einfahrt), Verlegemuster-Verschnittrechner (+5%, +10%, +15%), dynamischem 2D-Schichten-Profil, Container-Planer und Stücklisten-Export.

Baurechner
Einheitensystem

Verkehrslast & Anwendungsbereich

Automatische Schichtanpassung

Die Tragschichtdicke richtet sich streng nach der dynamischen Radlast. Wählen Sie Ihre Nutzung.

Projektmaße

m
m
Gesamtfläche
40.00 m²(430.6 sq ft)

Pflasterstein-Spezifikationen

6 cm für Terrasse
cm
cm
cm

Verlegemuster & Verschnittrechner

Verschnittmarge enthalten: +10%

Das Verlegemuster bestimmt den Randzuschnitt und die Verzahnungswirkung der Pflasterdecke.

Dynamisches 2D-Schichten-Profil

Echtzeit-Höhenskalierung und visuelles Aushubmaß.

Gesamte Aushubtiefe:18.5 cm
📱
Drehen Sie das Telefon ins Querformat für eine optimale Detailansicht des Schnittprofils.
GELÄNDEOBERKANTE (GOK) (±0.00)Pflasterdecke (6 cm)Bettungsschicht (Brechsand / Splitt) (2.5 cm / 1.0") 🔒Schottertragschicht (0/32 oder 0/45) (10 cm)Gewachsener Boden (Planum) (Verdichtetes Erdplanum)18.5 cmAUSHUB
cm
Fixiert
cm
Auf 2,5 cm fixiert gemäß DIN 18318. Vor dem Verlegen nicht abrütteln.
cm

Bodenaushub- & Entsorgungs-Rechner

Container- & Entsorgungsplaner

Ermitteln Sie die exakte Kubikmeterzahl Erdreich für Mulden und Abtransport.

Aushubvolumen (gewachsen)
7.40 m³
(9.68 yd³)
Aushubvolumen (aufgelockert)+25 % Auflockerung
9.25 m³
Boden lockert sich beim Ausheben um ca. 25 % auf.
Empfohlene Abfallcontainer-Größe
Großraumcontainer (~10 m³)
1.9 Lkw-Fuhren (à ~5 m³)

Materialmatrix für Handel & Schüttgut

Kieswerk & Sackware

Direkte Umrechnung für Baustoffhändler, Schüttgut-Lieferungen und 25-kg-Sackware.

Schottertragschicht (Frostschutz)

1.65 t/m³
6.60 t
4.00 m³ Schotter
25-kg-Säcke:264
1-Tonnen-Big-Bags:7

Pflastersand / Splittbettung

1.50 t/m³
1.50 t
1.00 m³ Sand
25-kg-Säcke:60
1-Tonnen-Big-Bags:2

Polymersand (Unkrautfeste Fuge)

3 mm Fugen
5 Säcke à 20 kg
≈ 86 kg gesamt

Berechnet für 3 mm Fugenbreite über die gesamte Steinhöhe.

Pflastersteine gesamt zu bestellen
2.200 Stk.
Steine netto (Fläche): 2.000 Stk. + 10% Verschnittmarge enthalten
Verlegefläche: 40.0 m²
Steinabmessungen: 20 × 10 × 6 cm

📋 ToolsMetrics Pflaster-Stückliste (BOM)

Fertiges Leistungsverzeichnis für Baustoffhändler, Steinbrüche und Lieferanten.

Bedienungsanleitung für den Pflaster-, Sand- & Schotterrechner

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Berechnung von Pflastersteinen, Tragschicht-Schotter, Bettungssand und Fugensand

1

Belastungsklasse wählen (Terrasse vs. Einfahrt)

Wählen Sie zwischen Fußgängerbereich / Terrasse (10 cm Schottertragschicht, 6 cm Pflastersteine) oder PKW-Einfahrt (15–20 cm frostfeste Tragschicht, 8 cm Pflaster, hohe Rüttelverdichtung).

2

Flächenmaße & Einheitensystem eingeben

Wechseln Sie zwischen Metrisch (Meter, cm) und Imperial (Fuß, Zoll). Geben Sie Länge × Breite ein oder tragen Sie die Gesamtfläche direkt ein.

3

Steinmaße & Vorlage auswählen

Wählen Sie eine Standardform (Rechteckpflaster 20×10 cm, Quadrat 15×15 / 20×20 cm, Terrassenplatte 40×40 cm) oder individuelle Steinabmessungen.

4

Verlegemuster & Schnittverschnitt bestimmen

Wählen Sie das Muster: Läuferverband (5–7 % Verschnitt), Fischgrätverband 45°/90° (10–12 % Verschnitt, empfohlen für Einfahrten) oder Kreis/Bogen (12–15 % Verschnitt).

5

Tragschicht & Bettungssand konfigurieren

Prüfen Sie die Schotterstärke (inkl. 20 % Verdichtungszuschlag) und die exakt einzuhaltende 2,5 cm dicke Bettungsschicht aus Brechsand/Pflastersplitt.

6

Materialliste (BOM) in die Zwischenablage kopieren

Prüfen Sie Steinanzahl, Schottertonnage, Bettungssand, Polymerfugensand und Randsteine. Klicken Sie auf „Materialspezifikation kopieren“ für die Baustoffbestellung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Fachwissen von Straßen- und Gartenbauprofis zu Tragschichten, Fischgrätverband, Bettungssand und Fugensystemen

Q:Warum ist der Fischgrätverband (45° oder 90°) für PKW-Einfahrten unverzichtbar?

Der Fischgrätverband verzahnt die Pflastersteine dreidimensional in alle Richtungen. Im Gegensatz zum Reihenverband gibt es keine durchgehenden Längsfugen, an denen Schubkräfte durch Bremsen und Lenken von Fahrzeugen angreifen können. Die Lasten werden gleichmäßig auf benachbarte Steine übertragen, wodurch Spurrillen und Steinverschiebungen verhindert werden.

Q:Wie dick muss die Schottertragschicht für Terrassen und Einfahrten sein?

Für fußläufige Terrassen und Gartenwege reicht eine verdichtete Schottertragschicht (Körnung 0/32 bzw. Mineralbeton) von 10 bis 15 cm aus. Für befahrbare Garageneinfahrten sind mindestens 15 bis 20 cm verdichteter Schotter vorgeschrieben; bei bindigem Lehmboden oder hoher Frostempfindlichkeit empfehlen sich 25 bis 30 cm inklusive Geotextil-Trennvlies.

Q:Warum darf das Pflasterbett strikt nur 2,5 bis 3 cm dick sein?

Das Bettungsmaterial (Brechsand oder Splitt 0/4 bzw. 1/3) dient lediglich dem Ausgleich geringer Maßtoleranzen der Steine und nicht als statisches Fundament. Wird das Bett dicker als 3 cm eingebaut, lässt es sich nicht gleichmäßig verdichten: Unter Verkehrsbelastung und Starkregen weicht das Material auf, fließt weg und führt zu tiefen Absackungen der Steine.

Q:Was ist der Unterschied zwischen Quarzsand und festem Polymersand?

Einfacher Quarzsand wäscht sich bei Starkregen und Hochdruckreinigern schnell aus den Fugen aus, bietet keinen Schutz gegen Ameisenbefall und begünstigt Unkrautwuchs. Polymerer Fugensand enthält Bindemittel, die nach dem Benetzen mit Wasser elastisch aushärten. Er bleibt flexibel, verhindert Auswaschungen und hemmt Unkraut- sowie Moosbildung zuverlässig.

Q:Warum ist eine Randeinfassung (Tiefbord / Betonrückenstütze) Pflicht?

Ohne stabile Randeinfassung (wie Kantensteine, Tiefborde mit Betonrückenstütze oder verankerte Kunststoffschiene) drückt der Seitenschub des Verkehrs die äußeren Pflastersteine in den Boden. Dadurch öffnen sich die Fugen, das Bettungsmaterial schwemmt seitlich aus und die gesamte Pflasterfläche bricht an den Rändern auf.

Q:Wie viel Schnittverschnitt sollte man für Pflasterarbeiten einkalkulieren?

Bei rechteckigen Flächen im einfachen Reihenverband reichen 5 % bis 7 % Verschnitt für gerade Randschnitte. Beim 45°-Fischgrätverband sind durch diagonale Schnitte an allen Rändern mindestens 10 % Verschnitt erforderlich. Bei geschwungenen Wegen, Rundungen oder verwinkelten Terrassen sollte man mit 12 % bis 15 % Verschnitt planen.

Gleichungen für Pflasteraufbau & Aushub
Aushubtiefe: Daushub = Tstein + Dbettung + Dtragschicht
Aushubvolumen (fest): Vfest = A × Daushub
Aushubvolumen (lose): Vlose = Vfest × 1,25
Schottermasse: Mschotter = A × Dtragschicht × 1,65 t/m³
Bettungssandmasse: Msand = A × 0,025 m × 1,50 t/m³
Pflastersteine: Nsteine = ⌈
A L × B
⌉ × (1 + w)

Variablen-Definition:

  • A: Gesamtfläche der Pflasterfläche in Quadratmetern (m²).
  • Tstein: Steinstärke (0,06 m Fußgänger / 0,08 m Pkw-Verkehr).
  • Dbettung: Dicke der Bettungsschicht (DIN 18318 starr auf 0,025 m / 2,5 cm).
  • Dtragschicht: Dicke der Schottertragschicht (0,10 m Terrasse / 0,20 m Einfahrt).
  • L, B: Nennmaße Länge und Breite des einzelnen Pflastersteins (m).
  • w: Verschnittzuschlag nach Verlegemuster (+5 % Reihenverband, +10 % Fischgrät, +15 % Bogenverlegung).
  • 1,25 Faktor: 25 % Auflockerungsfaktor für gewachsenen Boden beim Aushub.
  • 1,65 & 1,50 t/m³: Schüttdichten für Schottertragschicht und Bettungssand.
  • ⌈ x ⌉: Aufrundungsfunktion (Ceiling, auf ganze Steine).

Was ist Pflaster-, Sand- & Schotterrechner?

Berechnen Sie den exakten Bedarf an Pflastersteinen, Bettungssand, Schottertragschicht und das Erdaushubvolumen. Das System verfügt über eine automatische Schichtanpassung nach Verkehrslast, die den Unterbau für Fußgänger oder Schwerlastverkehr dimensioniert. Eine integrierte Verschnittoptimierung passt den Materialpuffer basierend auf dem gewählten Verlegemuster an. Der dynamische 2D-Querschnitt liefert eine visuelle Schnittzeichnung, die den korrekten Bodenaufbau gemäß den aktuellen Tiefbaunormen darstellt.

Praktisches Berechnungsbeispiel

Ein Straßenbauer in Leipzig plant die Pflasterung eines neuen Fußgängerwegs in einer Wohnanlage. Da es sich um eine reine Fußgängerzone handelt, reduziert das System die Schottertragschicht automatisch auf das statische Minimum, was erhebliche Erdaushub- und Deponiekosten spart. Für das gewählte Ellenbogenverband-Muster wird der Verschnitt präzise auf die nötigen Randzuschnitte kalkuliert. Die 2D-Querschnittsansicht zeigt den exakten Schichtaufbau bis zum Planum, woraufhin die fertige Materialliste für den Einkauf kopiert wird.

Technische Referenzmatrix

Schicht / Bauteil Standardvorgabe Bautechnische Funktion
Pflasterdecke 6 cm (Fußgänger) / 8 cm (Pkw-Verkehr) Nimmt Verkehrsbelastungen auf und verteilt den Druck über den Fugenschluss.
Bettungsschicht 2,5 cm starr fixiert (DIN 18318) Brechsand/Splitt 0/4 oder 0/5 als standfestes, ebenes Verlegebett ohne Setzungen.
Schottertragschicht 10 cm (Gehweg) / 20 cm+ (Kfz-Zufahrt) Gewährleistet Frostbeständigkeit, statische Lastabtragung und verhindert Spurrillen.
Polymersand-Fugen 3 mm Standard-Fugenbreite Verzahnt die Steine kraftschlüssig, verhindert Unkrautdurchwuchs und Ameisenbefall.
Planum & Gefälle 1,5 % bis 2,0 % Mindestgefälle Leitet Oberflächenwasser zügig von Gebäudesockeln und Fundamenten ab.

Richtlinien für Verdichtung & Entwässerung des Unterbaus

1. Vorbereitung des Erdplanums: Bis auf den gewachsenen, tragfähigen Boden auskoffern. Das Erdplanum vor dem Verlegen von Geotextil gründlich mit der Rüttelplatte verdichten.
2. Lagenweiser Schottereinbau: Niemals 20 cm Schotter auf einmal einbauen. Das Tragschichtmaterial in Lagen von maximal 10 cm einbringen, leicht anfeuchten und jede Lage auf mindestens 98 % der einfachen Proctordichte verdichten.
3. Abziehen der Bettung: Das Bettungsmaterial vor dem Verlegen der Pflastersteine nicht vorverdichten. Brechsand/Splitt lose über 2,5-cm-Abziehrohre abziehen. Die Verdichtung erfolgt erst nach dem Verlegen der Steine beim Einrütteln, wodurch sich das Bettungsmaterial in die Fugen einarbeitet.

Geschichte und Ursprung

Das Pflastern von Wegen hat in Mitteleuropa eine jahrhundertelange Tradition, beginnend mit groben Kopfsteinpflastern in mittelalterlichen Städten. Die systematische Schotterung des Unterbaus wurde im 19. Jahrhundert standardisiert. Heute münden diese historischen Erfahrungswerte in den strikten ZTV-Pflaster-Richtlinien, die sicherstellen, dass deutsche Verkehrsflächen durch exakt berechnete Tragschichten absolut frost- und setzungssicher bleiben.