Dachrinnen- & Fallrohr-Rechner
Berechnen Sie Dachrinnen, Fallrohre, Rinnenträger und Formteile mit unserer Dachentwässerungs-Engine. Mit kinetischer Dachneigungs-Dimensionierung, Eckenabzug in der Dachrinnentopologie, 1-cm-auf-3-m-Gefällerechner, dynamischem 2D-Profil-SVG und Stücklisten-Export.
BaurechnerDachgeometrie & Hydraulischer Regenabfluss
Fallrohr-Konfiguration & Gebäudehöhe
Traufenumfang & Ecken-Topologie
Dynamisches Traufenprofil (2D-SVG)
Architektonischer Schnitt mit Dachneigung, S-Bögen und Gefälleanzeige
Rinnengefälle-Auditor (2D SVG)
Fachregel (DIN EN 12056-3): 1,0 cm Gefälle auf 3,0 m Rinnenlänge (0,33%).
Rinnengefälle-Auditor
Fachregel (DIN EN 12056-3): 1,0 cm Gefälle auf 3,0 m Rinnenlänge (0,33%).
Komponenten-Stückliste (BOM)
Auf handelsübliche Einheiten gerundet inklusive 5% Verschnittreserve
Konfiguration des Entwässerungssystems
Bedienungsanleitung für den Dachrinnen- & Fallrohr-Rechner
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur hydraulischen Dimensionierung von Dachrinnen, Rinnengefälle, Fallrohren und Zubehör
Dachgrundfläche & Dachneigung bestimmen
Geben Sie die Dachgrundfläche in Quadratmetern (m²) ein und wählen Sie die Dachneigung: Flachdach (<15°), Mäßig geneigt (15°–35°) oder Steildach (>35°). Der Rechner wendet einen kinetischen Neigungsfaktor (1,0 bis 1,4) an.
Bemessungs-Regenspende wählen
Wählen Sie die örtliche Niederschlagsintensität: Mäßiger Regen (50 mm/h), Starkregen (100 mm/h) oder Wolkenbruch (150 mm/h). Das System berechnet den hydraulischen Spitzenabfluss in Litern pro Sekunde (L/s).
Dachform-Vorlage oder freie Topologie wählen
Wählen Sie eine Vorlage (Satteldach, Walmdach, L-Form oder Individuell) und passen Sie Rinnenlänge, Außenecken (90°), Innenecken und Rinnenböden an. Eck-Überlappungen werden automatisch abgezogen.
Fallrohre & Traufhöhe konfigurieren
Geben Sie die Gebäudehöhe bis zur Traufe ein und wählen Sie die Rohrlänge (3 m oder 4 m). Das System empfiehlt die optimale Fallrohranzahl (max. 10–12 m Rinne pro Ablauf) und dimensioniert den Rohrdurchmesser.
Rinnengefälle prüfen (1 cm auf 3 Meter)
Prüfen Sie den integrierten Gefälle-Auditor. Für Ihren längsten Rinnenabschnitt ermittelt das System das erforderliche Höhengezälle nach DIN EN 12056-3 (Richtwert: 1 cm Gefälle auf 3 m Rinnenlänge).
Materialliste prüfen & kopieren
Prüfen Sie die vollständige Stückliste – Rinnenelemente, Rinneneisen/Halter (@ 60 cm), Rinnenverbinder, Ecken, Einhangstutzen, Rohrbögen, Fallrohre, Rohrschellen und Dichtstoff – und kopieren Sie die Spezifikation.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fachwissen von Spenglern zu Rinnengefälle, Fallrohrabständen, Steildach-Hydraulik, Rinnenhaltern und Längenausdehnung
Q:Welches Gefälle ist für eine Dachrinne fachgerecht vorgeschrieben?
Als bewährte Faustformel und Normempfehlung gilt ein Rinnengefälle von 1 cm Höhendifferenz pro 3 Meter Rinnenlänge (ca. 3,3 mm pro Meter bzw. 0,33%). Ein zu geringes Gefälle (< 2 mm/m) führt zu stehendem Wasser, Schlammablagerungen aus Laub und Frostschäden im Winter. Ein zu starkes Gefälle (> 10 mm/m) wirkt an der Traufe optisch schief und lässt Regenwasser bei Starkregen über Außenecken hinausschießen.
Q:Wie viele Fallrohre sind erforderlich und wie lang darf ein Rinnenstrang maximal sein?
Nach den Fachregeln des Klempnerhandwerks sollte ein einzelnes Fallrohr maximal 10 bis 12 laufende Meter zusammenhängende Dachrinne bzw. 70 bis 90 m² wirksame Dachfläche entwässern. Bei geraden Traufen über 12 Metern Länge sollte an beiden Gebäudeecken je ein Fallrohr montiert werden, wobei das Gefälle von einem Hochpunkt in der Mitte zu beiden Seiten abfällt.
Q:Warum beeinflusst die Dachneigung die Rinnengröße (Kinetischer Neigungsfaktor)?
Steildächer (> 35° Neigung) fangen starken Schlagregen besonders effektiv ab. Durch die Schwerkraft schießt das Regenwasser mit deutlich höherer Geschwindigkeit in die Dachrinne als bei Flachdächern. Bei zu kleinen Rinnen (z. B. 100 mm / 7-teilig) schießt der Wasserstrahl über die Rinnenkante hinaus. Der Kinetikfaktor (1,2 bis 1,4) stellt sicher, dass tiefere Nennweiten (125 mm / 6-teilig oder 150 mm / 5-teilig) gewählt werden.
Q:In welchem Abstand müssen Rinnenhalter (Rinneneisen) montiert werden?
Rinnenhalter werden standardmäßig im Abstand von maximal 60 cm montiert. In schneereichen Gebirgsregionen sollte der Abstand auf 40 bis 50 cm verringert werden, um Schnee- und Eislasten sicher aufzunehmen. Zusätzlich ist im Abstand von maximal 15 cm neben jedem Rinnenwinkel, Einhangstutzen und Stoßverbinder zwingend ein Halter vorzusehen.
Q:Warum sind pro Fallrohrstrang 3 Rohrbögen in der Stückliste enthalten?
Unter dem Dachüberstand bilden zwei 45°- oder 60°-Bögen mit einem kurzen Zwischenrohr den sogenannten Schwanenhals (Sockelkrümmer), um das Fallrohr von der vorspringenden Traufe an das Mauerwerk heranzuführen. Der dritte Bogen sitzt als Auslaufbogen (Ausguss) am unteren Rohrende über dem Standrohr oder der Hofentwässerung, um Spritzwasser gezielt vom Gebäudefundament wegzuleiten.
Q:Wie wird die thermische Längenausdehnung bei langen Rinnensträngen ausgeglichen?
Metalle (Zink, Kupfer, Aluminium) und insbesondere PVC-Rinnen dehnen sich bei Temperaturschwankungen spürbar aus (PVC dehnt sich bei 30°C Temperaturdifferenz um bis zu 2 mm pro Meter). Rinnenstränge über 12 bis 15 Meter Länge erfordern zwingend Dehnungsfugen bzw. Schiebe-Expansionsverbinder. Rinnenhalter müssen die Rinne sicher führen, ohne die Längsbewegung einzuklemmen.
Fachliche Parameter:
- Q (L/s): Bemessungsregenabfluss in Litern pro Sekunde
- C (0,95): Abflussbeiwert für dichte Dachdeckungen (Ziegel, Blech, Schiefer)
- r (mm/h): Lokale Bemessungsregenspende nach KOSTRA-DWD
- A (m²): Horizontale Projektionsfläche des Dachs
- KNeigung: Kinetischer Neigungsfaktor (1,0 für Flachdach, 1,2 für moderat, 1,4 für Steildach)
- LNetto: Rinnengesamtlänge abzüglich Eckenüberdeckung (-0,3 m pro Ecke)
- ΔhGefälle: Einzumessender Höhenunterschied zwischen erstem Rinnenträger und Einhangstutzen