Schallschutz & Akustikmaterial Rechner
Berechnen Sie Schallschutz- und Akustikmaterialien latenzfrei. Mit Umschaltung zwischen Schalldämmung und Absorption, STC-Zielauswahl, topologischer RSIC-Klipp-Matrix, Dämpfungskleber- und Dichtstoffrechner, dynamischem 2D-Wandquerschnitt und Stücklistenexport.
BaurechnerAkustisches Ziel
Wählen Sie Ihre primäre akustische Anforderung, um die passende physikalische Materialberechnung zu aktivieren.
Wandgeometrie & Ständerwerk
Geben Sie die Wandabmessungen ein, um das genaue Klipp-Raster und den Rollenbedarf zu ermitteln.
Ziel-Schalldämmmaß (Rw / STC)
Wählen Sie das Lärmszenario, um den bauakustisch optimierten Schichtenaufbau automatisch zu laden.
Schichtenaufbau der Schallschutzwand
Echtzeit-Topologie-NeuberechnungInteraktiver Wand-Querschnitt (CAD-Bauplan)
Echtzeit-2D-Schnittzeichnung mit Ständerwerk, Dämmung, Klipp-Entkopplung, Dämpfungspolymer und Schwerfolie.
Metall-/Holzständer (CW)
60 cmStänderachsabstand (CW/UW): 60 cm • CW/UW 75 mm
Akustik-Steinwolle
45–60 kg/m³Hohe Rohdichte (45-60 kg/m³) dämpft den Hohlraum-Resonanzeffekt (Trommeleffekt) im Ständerwerk.
RSIC-Schwingungsdämpfer
RSIC-1 + 35 mmUnterbricht mechanische Schallbrücken zwischen CW-Ständern und Beplankung durch Elastomere.
Schwerfolie (MLV)
5 kg/m²Hochdichte Biegeweiche Kunststoff-Schwerfolie stoppt Luftschall ohne starre Dicke.
Gipsplatte Lage 1
15 mmDoppelte Schallschutz-Gipsplatte (2× 15 mm z. B. Knauf Diamant)
Viskoelastischer Kleber (Green Glue)
8 × 828 mlWird zwischen die Gipsplatten aufgetragen; wandelt Scher-Vibrationen direkt in Mikro-Wärme um.
Gipsplatte Lage 2
15 mmDoppelte Schallschutz-Gipsplatte (2× 15 mm z. B. Knauf Diamant)
Akustik-Dichtungsfuge
2 × 800 mlVerhindert Schall-Längsleitung an Boden-, Decken- und Wandanschlüssen.
Handwerker-Stückliste (BOM)
Exakt berechnet mit praxisüblichem Verschnitt und Standard-Handelsgebinden.
Hochleistungsgummi-Elastomer-Klipps; montiert im topologischen Raster an den CW-Profilen.
(6 rows × 8 cols)Verzinkte Metall-Hutprofile, waagerecht in die RSIC-Klipps eingerastet.
(8 sticks @ 3.0m)Biegeweiche Akustik-Schwerfolie mit 10 % Überlappung; Stoßkanten verklebt.
(2 Rollen (je 10 m²) • 56 kg)2 Kartuschen pro 1,2×2,4 m Gipsplatte, wellenförmig zwischen den beiden Lagen aufgetragen.
(2 Kartuschen / 2,88 m² Platte)Standard 800ml Kartuschen für je 10 Meter Fugenversiegelung (8 mm Fugenbreite).
(Umfang: 13.6 m)Gipsfaser- oder Schallschutzplatten, versetzt um mindestens 300 mm montiert.
(2 Lagen • 10% Verschnitt)Klemzfilz-Platten (45-60 kg/m³ Rohdichte) zur vollen Ausfüllung der Profiltiefe.
(11.8 m² erforderlich)Kurze Schrauben für Hutprofile + 45mm Schrauben für die äußere Plattenlage.
(+ 96 Profilanker)Akustik-Leistungsverzeichnis für Handwerker
STC 74 • 48 Schwingungsdämpfer / Akustikclips (RSIC) • 9 Platten (1,2×2,4 m) • 8 Viskoelastischer Dämpfungskleber (Green Glue)
Schritt-für-Schritt Montageanleitung für Trockenbauer
Befolgen Sie das 7-Schritte-Entkopplungsprotokoll für maximales Schalldämmmaß.
Ständerwerk stellen & Steinwolle einlegen
Montieren Sie CW/UW-Profile im Achsabstand von 40 oder 60 cm. Klemmen Sie Akustik-Steinwolle (45-60 kg/m³) vollflächig und ohne Hohlräume in das Ständerwerk.
RSIC-Akustikclips im Raster verschrauben
Verschrauben Sie die Schwingungsdämpfer direkt mit den Metallständern. Die unterste Reihe darf maximal 75 mm vom Boden entfernt sein, die oberste max. 150 mm von der Decke. Vertikaler Abstand maximal 60 cm.
Hutprofile einklicken & ausrichten
Klicken Sie die verzinkten Hutprofile waagerecht in die Klipps ein. Überlappen Sie Profilstöße um 150 mm und fixieren Sie sie mit Blechschrauben.
Schwerfolie (MLV) montieren
Hängen Sie die Schwerfolie senkrecht auf. Überlappen Sie die Bahnen um 50 mm und dichten Sie alle Stöße mit Akustik-Klebeband luftdicht ab.
Erste Gipsplattenlage mit 6 mm Randfuge
Verschrauben Sie die erste Plattenlage nur in die Hutprofile (niemals in die Ständer!). Halten Sie rundum 6 mm Abstand zu Boden, Decke und Wänden mithilfe von Keilen ein.
Green Glue auftragen & zweite Lage versetzen
Verteilen Sie 2 Kartuschen Green Glue in zufälligen Schlangenlinien auf der Rückseite der zweiten Platte. Montieren Sie diese sofort mit 300 mm Fugenversatz zur ersten Lage.
Umlaufende Fugen dauerelastisch versiegeln
Entfernen Sie alle Keile und füllen Sie die 6 mm Randfuge lückenlos mit Akustik-Dichtstoff aus. Ein einziger 1 mm Spalt zerstört das Schalldämmmaß um 10 bis 15 dB.
Bauakustische Grundlagen & Schalldämmung vs. Absorption
Physikalische Prinzipien von Schalldämmmaß, Resonanzfrequenzen und Biegewellen.
Die 4 Säulen effektiven Schallschutzes
1. Schwere Masse
Schallwellen sind Druckschwankungen der Luft. Schwere, dichte Baustoffe (z. B. doppelte 15 mm Schallschutzplatten und Schwerfolie) widerstehen der Schallenergie gemäß dem bauakustischen Massegesetz (ca. 6 dB Dämmgewinn je Massenverdopplung).
2. Mechanische Entkopplung
Schall überträgt sich ungehindert über starre Schrauben und Ständer. Elastomer-Clips (RSIC) und Hutprofile trennen die Bauteile voneinander und unterbrechen den Körperschallpfad.
3. Viskoelastische Dämpfung
Green Glue zwischen zwei Platten wirkt als Schichtdämpfer. Bei Biegung der Wand gleiten die Platten mikroskopisch gegeneinander und wandeln Bewegungsenergie über Scherkräfte in Wärme um.
4. Hohlraumdämpfung
Eine leere Wand wirkt wie der Resonanzkörper einer Trommel. Steinwolle im Inneren schluckt reflektierten Hohlraumschall und verhindert stehende Wellen zwischen den Schalen.
Schalldämmung vs. Absorption: Der entscheidende Unterschied
| Kriterium | Schalldämmung (Schallschutz) | Schallabsorption (Raumakustik) |
|---|---|---|
| Physikalisches Ziel | Schallübertragung zwischen Räumen blockieren | Nachhallzeit und Flatterechos im Raum senken |
| Eingesetzte Materialien | Schwerfolie, Doppelbeplankung, RSIC-Clips, Green Glue | Akustikschaumstoff, Stoff-Breitbandabsorber, Bassfallen |
| Messgröße | Schalldämmmaß Rw / STC (in Dezibel dB) | Schallabsorptionsgrad α / Nachhallzeit RT60 (Sekunden) |
| Typischer Baufehler | Schaumstoff an die Wand kleben stoppt KEINEN Schall nach außen | Dicke Betonwände verringern NICHT den Raumhall |
| Wichtigste Anforderung | 100% luftdichte Randabdichtung & elastische Trennung | Gezielte Platzierung an den Erstreflexionspunkten |
Häufig gestellte bauakustische Fragen (FAQ)
Antworten von Akustikingenieuren und Studio-Designern.
Q:Warum stoppt Akustikschaumstoff keinen Lärm zum Nachbarzimmer?
Akustikschaumstoff hat ein sehr geringes Raumgewicht (ca. 25-35 kg/m³) und eine offenporige Struktur. Er dämpft lediglich hochfrequente Reflexionen innerhalb des Raumes. Um Schallwellen am Durchdringen einer Wand zu hindern, benötigt man massive Baustoffe mit hohem Flächengewicht (z. B. Gipsfaserplatten mit 800 kg/m³ oder Schwerfolie mit 2000 kg/m³). Schaumstoff besitzt bei tiefen und mittleren Frequenzen praktisch kein Schalldämmmaß.
Q:Worin liegt der bauakustische Vorteil von RSIC-Clips gegenüber einfachen Federschienen?
Einfache Federschienen werden auf der Baustelle sehr häufig versehentlich mit den dahinterliegenden Ständern verschraubt, wodurch die Entkopplung komplett verloren geht. RSIC-1 Clips halten das Hutprofil durch Gummipuffer auf 35 mm Distanz. Ein versehentlicher Kurzschluss ist ausgeschlossen, und die Entkopplung im kritischen Bassbereich unter 100 Hz ist um 10 bis 15 dB höher.
Q:Warum ist Akustik-Dichtstoff unverzichtbar, wenn ich doppelt beplanke?
Schall verhält sich wie Wasser. Eine Fuge von nur 1 mm am Wandfuß lässt bis zu 30 % der Schallenergie durchfließen. Dadurch kann eine hochwertige STC-65-Wand auf das Niveau einer minderwertigen STC-50-Wand abstürzen. Dauerelastischer Akustik-Dichtstoff versiegelt die Randfuge luftdicht, ohne die Wand starr mit dem Boden zu verbinden.
Q:Wie genau funktioniert der Dämpfungskleber Green Glue?
Green Glue ist ein viskoelastisches Polymer, das niemals vollständig aushärtet. Wenn Schall die vordere Platte in Schwingung versetzt, bewegen sich die beiden Gipsplatten mikroskopisch gegeneinander. Durch diese Scherbewegung wird die Schwingungsenergie durch molekulare Reibung in minimale Wärme umgewandelt.
Q:Wie viele Bassfallen benötige ich in einem Heimkino oder Tonstudio?
Tiefe Raummoden (stehende Wellen) bauen ihren maximalen Schalldruck in den Raumecken auf, wo zwei Wände auf Decke oder Boden treffen. In einem typischen rechteckigen Raum sollten mindestens alle 4 vertikalen Raumecken vom Boden bis zur Decke mit Kantenabsorbern bestückt werden, um Dröhnen und Bassauslöschungen am Hörplatz zu eliminieren.
Q:Welche Nachhallzeit (RT60) sollte für Sprachaufnahmen angestrebt werden?
Für professionelle Sprachaufnahmen und Hörbücher wird ein sehr trockener Raum mit einer Nachhallzeit von 0,25 bis 0,35 Sekunden angestrebt. Für Heimkinos liegt der optimale Wert bei 0,45 bis 0,55 Sekunden, um Surround-Effekte räumlich realistisch klingen zu lassen, ohne dass Dialoge verwaschen wirken.
Q:Reicht es, nur die gemeinsame Trennwand zur Nachbarwohnung zu dämmen?
Das Dämmen der Trennwand bringt eine spürbare Besserung (ca. 8-15 dB), allerdings überträgt sich Schall auch über sogenannte Flankenwege: anliegende Außenwände, Estrich, Decken und Lüftungsrohre. Für extremen Lärm wie Schlagzeug oder Subwoofer ist eine vollständige Raum-in-Raum-Konstruktion erforderlich.
Q:Warum ist ein Ständerabstand von 60 cm akustisch besser als 40 cm?
Ein größerer Ständerabstand von 60 cm bedeutet weniger starre Verbindungspunkte zwischen den beiden Wandseiten. Dies senkt die Resonanzfrequenz des Hohlraums und ermöglicht in Verbindung mit Entkopplungsclips eine bessere Schalldämmung bei tiefen Frequenzen.
Was ist Schallschutz & Akustikmaterial Rechner?
Lärmbelästigung ist einer der häufigsten Streitpunkte in dicht besiedelten Wohngebieten. Effektiver Schallschutz (Schalldämmung) erfordert eine strikte mechanische Entkopplung, da einfache Akustikschaumstoffe den Schall nicht aufhalten können. Dieser professionelle Kalkulator berechnet Trockenbau- und Schalldämmmaterialien in Echtzeit und ohne Latenz. Das Herzstück ist der Schalter zwischen "Isolation" (Schalldämmung) und "Absorption" (Schalldämpfung), der sicherstellt, dass Bauleiter die richtigen Materialien für den richtigen Zweck wählen. Eine dynamische 2D-CAD-Schnittzeichnung visualisiert den Wandaufbau, während der STC-Ziel-Matcher die exakten Materialmengen für hochkomplexe Wandaufbauten kalkuliert.
Praktisches Anwendungsbeispiel: Trennwand im Mehrfamilienhaus
Ein Architekt in München plant die Sanierung eines hellhörigen Mehrfamilienhauses. Zwischen zwei Wohnungen muss eine neue Trockenbau-Trennwand eingezogen werden, die den strengen Lärmschutzvorgaben der DIN 4109 entspricht. Der Architekt gibt die Raummaße ein und nutzt den STC-Ziel-Matcher für maximale Dämmung. Die Topologie-Matrix berechnet automatisch das benötigte Raster für die Entkopplung: die genaue Anzahl an Schallschutz-Clips und Hutprofilen. Für die doppelte Beplankung mit Akustik-Gipskarton ermittelt das System den genauen Bedarf an Green Glue zur viskoelastischen Dämpfung sowie an Randdämmstoff (Acoustic Caulk). Die exportierte Stückliste geht direkt als Bestellung an den Baustoffhändler.
Die 4 Säulen bauakustischer Schalldämmung
Flankenübertragung und Randfugenversiegelung
Schallenergie entweicht durch kleinste Undichtigkeiten ähnlich wie Wasser unter Druck. Eine unverschlossene Randfuge von nur 1 % der Wandfläche senkt das bewertete Schalldämmmaß von Rw 65 dB auf magere 50 dB herab. Dauerelastischer Akustik-Dichtstoff an Boden-, Decken- und Wandanschlüssen garantiert eine luftdichte Versiegelung, während die entkoppelte Vorsatzschale auf ihren Elastomer-Puffern frei schwingen kann.