Stützmauer-Rechner
Berechnen Sie Beton-Stützmauern, erforderliche Einbindetiefe, hydrostatischen 30-cm-Schotterdrainagekeil, Fundamentgräben und Geogitter-Bewehrungsstufen.
BaurechnerMauerabmessungen
Mauerstein-Spezifikationen
Gründung & Hinterfüllung
Die Gesamthöhe übersteigt 1,2 m (4,0 ft). Nach DIN 1054 / Eurocode 7 sind Geogitter-Bewehrungen und ein bauaufsichtlicher Standsicherheitsnachweis vorgeschrieben.
Leistungsverzeichnis & Materialauszug (BOM)
Dynamischer Technischer Querschnitt
Bedienungsanleitung für den Stützmauer- & Böschungsmauer-Rechner
Ingenieurtechnische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Berechnung von Mauersteinen, Einbindetiefe, Drainagekies, Geogittern und Materiallisten
Mauermaße & Einheitensystem festlegen
Wählen Sie zwischen Metrisch (m, cm, t) und Imperial (ft, in, ton). Geben Sie die sichtbare Mauerhöhe und die gesamte Mauerlänge entlang der Böschung ein.
Steintyp & Steinmaße auswählen
Wählen Sie aus Standard-Steintypen: Hohlblockstein (40×20×20 cm), Verbund-Stützwandstein SRW (40×25×15 cm), Schwerlast-Jumboblock (45×30×20 cm), Gartenstein (30×20×15 cm) oder individuelle Maße.
Fundament & Einbindetiefe konfigurieren
Das Tool ermittelt die statisch erforderliche Einbindetiefe (mindestens 10 % der Gesamthöhe bzw. 1 volle Steinreihe im Erdreich). Wählen Sie Schottertragschicht (15 cm) oder Magerbetonfundament (C12/15).
Drainageschotter & Drainageleitung festlegen
Wählen Sie 20 mm Brechschotter oder 25 mm gewaschenen Rundkies für den 30 cm breiten Drainagekeil hinter der Mauer zur Verhinderung von hydrostatischem Staudruck, kombiniert mit gelochtem Drainrohr.
Grenzwerte prüfen & Geogitter-Bewehrungsplan auditieren
Prüfen Sie den Sicherheitsstatus. Bei Gesamthöhen über 1,2 m (4 ft) wird ein Geogitter-Bewehrungsplan aktiviert (Lagenanzahl, Einbindelänge ins Erdreich und Genehmigungshinweise).
Materialauszug (BOM) prüfen & Spezifikation kopieren
Prüfen Sie Steinbedarf (+5 % Verschnitt), Schotter-Tonnage, Drainagekies, Drainagerohrlänge und Geotextil-Vliesfläche. Klicken Sie auf „Spezifikation kopieren“ für den Baustoffhandel.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fachwissen aus dem Garten- und Tiefbau zu Höhenbegrenzungen, Erddruck, Geogittern, Frostschutz und Hinterfüllung
Q:Warum erfordern Stützmauern ab 1,20 Metern Höhe Geogitter und statische Berechnungen?
Stützmauern wirken als Schwergewichtsmauern gegen den aktiven Erddruck. Bis 1,20 m reicht das Eigengewicht in Verbindung mit dem Mauerrücksprung meist aus. Darüber hinaus steigen die Kipp- und Gleitkräfte exponentiell an; Bauordnungen verlangen statische Berechnungen und Geogitter (hochzugfeste Kunststoffgitter, die horizontal in den Hang eingebaut werden), um den Erdkörper als Verbundstützkörper zu stabilisieren.
Q:Warum muss die unterste Steinreihe im Boden eingegraben (eingebunden) werden?
Das Einbinden der untersten Steinreihe (Einbindetiefe) verhindert das horizontale Abscheren und Weggleiten der Mauer auf dem Fundament. Der Erdwiderstand vor den eingegrabenen Steinen blockiert die Mauer. Als Grundregel gilt eine Einbindetiefe von mindestens 10 % der Gesamtmauerhöhe (mindestens eine volle Steinreihe von 15 bis 20 cm bei ebenem Gelände, mehr bei abfallendem Vorgelände).
Q:Was ist die häufigste Ursache für das Versagen von Stützmauern und wie schützt Drainage?
Hydrostatischer Wasserdruck ist für über 80 % aller Mauereinstürze verantwortlich. Wassergesättigter Boden drückt mit mehr als dem doppelten Gewicht gegen die Wand. Eine fachgerechte Drainage – bestehend aus einer mindestens 30 cm breiten Schotterpackung hinter der Mauer, einem Drainagerohr mit Gefälle und einem Filtervlies gegen Verschlämmung – leitet Sickerwasser drucklos ab.
Q:Warum wird für das Fundament gebrochener Schotter statt runder Kies verwendet?
Gebrochener Schotter mit Nullanteilen (z. B. Mineralbeton 0/32 mm) verzahnt sich beim maschinellen Rütteln zu einer hochbelastbaren, unverschieblichen Tragschicht. Runder Rollkies hingegen wirkt wie ein Kugellager und lässt sich nicht verfestigen, was zu ungleichmäßigem Setzen und gefährlicher Vorneigung der Mauer führt.
Q:Welchen statischen Nutzen hat der Mauerrücksprung (Anlauf / Neigung)?
Ein Rücksprung (Mauerneigung zum Hang von 3° bis 10° bzw. 1 bis 2 cm Versatz pro Steinreihe) verschiebt den Schwerpunkt der Mauer nach hinten in Richtung Erdreich. Dadurch wirkt die Schwerkraft dem Kippmoment des Erddrucks aktiv entgegen, was die Kippsicherheit der Konstruktion vervielfacht.
Q:Welche Funktion erfüllt das Vlies (Geotextil) hinter der Stützmauer?
Das Vlies dient als Trenn- und Filterschicht. Zwischen dem anstehenden Erdboden und dem Sickerschotter eingebaut, lässt es Wasser ungehindert durchtreten, hält aber feine Bodenpartikel (Schluff, Ton) zurück. So wird verhindert, dass die Drainagepackung verschlammt und ihre Entwässerungsfunktion verliert.
Variablen:
- H_sicht, H_gesamt: Sichtbare Höhe und statische Gesamthöhe (m).
- H_eingeb: Einbindetiefe unter Geländeoberkante (m).
- L: Gesamtlänge der Stützmauer (m).
- L_stein, W_stein, H_stein: Abmessungen der Mauersteine (m).
- 1.05 Faktor: Pauschaler Verschnittzuschlag von 5%.
- 0.30 m: Mindestbreite des vertikalen Dränagekörpers.
- 0.15 m: Mindeststärke des verdichteten Schotterplanums.